Berlin, 13. Oktober 2018

Zum Abschluss des 24. UDJ-Jazzforums blicken die Beteiligten auf ereignisreiche Tage zurück. Mehrere hundert Jazzmusiker*innen und Jazzinteressierte besuchten an den vergangenen zwei Tagen die Konferenz im Kulturzentrum Pavillon in Hannover, um aktuelle Themen aus Jazzszene, Gesellschaft und Kulturpolitik zu diskutieren.

„Vom 24. UDJ-Jazzforum gehen starke Signale aus: Die Jazzszene vernetzt sich, setzt sich für gemeinsame Ziele ein und will noch stärker mitgestalten. Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit muss improvisierte Musik eine noch wichtigere Rolle spielen, und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern muss dabei eine Selbstverständlichkeit werden“, sagte Nikolaus Neuser, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker.

Eine neue Jazzspielstätte in Hannover in fünf Jahren, ein Kulturfördergesetz in Niedersachsen und ein House of Jazz in Berlin: Keine geringeren Ziele verkündeten Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, SPD-Landtagsabgeordnete Hanna Naber sowie die Harfenistin Kathrin Pechlof  und der Trompeter Till Brönner auf dem Eröffnungspanel „Häuser machen Leute“. Oberbürgermeister Schostok brachte dabei zum Ausdruck, dass es eine besondere Freude und Ehre für Stadt und Land sei, das diesjährige Jazzforum in der niedersächsischen Landeshauptstadt und UNESCO City of Music Hannover zu Gast zu haben.

Auf der Bundeskonferenz der Jazzszene stellte die einladende Union Deutscher Jazzmusiker darüber hinaus Maßnahmen und Forderungen zur Gleichstellung von Frauen im Jazz vor, um diese auf einem Abschlusspanel mit Verantwortlichen aus Politik und Institutionen zu diskutieren. Anlässlich des Jazzforums war die „Gemeinsame Erklärung zur Gleichstellung von Frauen im Jazz“ veröffentlicht worden, der sich nun bereits rund 200 Personen und Institutionen angeschlossen haben. Die Erklärung kann weiterhin unter www.u-d-j.de/gleichstellung mitgezeichnet werden.

Auf dem 24. UDJ-Jazzforum tauschten sich die Teilnehmenden außerdem in einem „World Café“ in moderierten Diskussionen zu aktuellen berufspolitischen Fragestellungen aus. In sieben Workshops wurden essentielle Inhalte von der richtigen Konzeption von Förderanträgen bis hin zu effizientem Selbstmanagement im Jazzberuf vermittelt. Auf einem dritten Panel mit dem Titel „Früher Vogel fängt den Jazz…“ berichteten PraktikerInnen von ihren Erfahrungen aus dem Bereich „Jazz und Kinder“.
 
Im Rahmenprogramm des Jazzforums fanden außerdem hochkarätig besetzte Konzertabende mit dem Andromeda Mega Express Orchestra, dem Christian Weidner Quartett und dem Fynn Grossmann Quintett statt. Mitveranstalterin des 24. UDJ-Jazzforums war die Jazzmusiker Initiative Hannover, weitere Kooperationspartnerin die Musikland Niedersachsen gGmbH. Die Veranstaltung wurde gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der Landeshauptstadt und UNESCO City of Music Hannover sowie der Stiftung Niedersachsen. Die UDJ dankte außerdem der GVL, der GEMA-Stiftung sowie dem Hilfs- und Förderungsfonds des Deutschen Komponistenverbands für die Unterstützung.
 
Die Union Deutscher Jazzmusiker wurde 1973 von renommierten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene ins Leben gerufen und versteht sich seither als Sprachrohr der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in Deutschland.

Weitere Informationen: www.u-d-j.de.

 

Fotos zum Download:

Nikolaus Neuser, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker


Pressefotos 24. UDJ-Jazzforum ((c)Jan-Gerrit Schäfer):

Pressefoto 1: Eröffnungspanel "Häuser machen Leute" (v.l.n.r.: Kathrin Pechlof, Gunnar Gessner, OB Stefan Schostok, Nikolaus Neuser, Hanna Naber MdL, Till Brönner, Thomas Baerens)
Pressefoto 2: Eröffnungspanel "Häuser machen Leute" (v.l.n.r.: Nikolaus Neuser, Hanna Naber MdL, Till Brönner)
Pressefoto 3: Oberbürgermeister Stefan Schostok spricht das Grußwort zum 24. UDJ-Jazzforum

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